FilmKunstTage

YUNG PosterYUNG

YUNG ist der flirrende Trip von vier jungen Mädchen durch die pulsierende und hedonistische Subkultur des modernen Berlin, vor allem aber ein pures, raues und authentisches Portrait ihrer Freundschaft.

Janaina (17) verdient sich etwas Taschengeld mit Webcam-Sex hinzu. Für ihre beste Freundin Emmy (18) ist die Stadt ein einziger Rausch, dabei realisiert sie nicht, dass sie immer tiefer in den Strudel der Abhängigkeit gerät. Joy (17) sinnt über die Liebe nach, wenn sie nicht gerade Drogen verkauft, und die süße Abbie (16) träumt davon nach Los Angeles abzuhauen.

Mit YUNG gibt Henning Gronkowski sein Spielfilm-Regiedebüt. Er schrieb das Drehbuch, nachdem er mehr als zwei Jahre zusammen mit Berliner Teenagern das Projekt entwickelt hatte. Es ist ein realistisches, extremes und gleichzeitig liebevolles Portrait dieser neuen „Lost Generation" – das ihnen gewidmet ist.

Ticketkauf online:
13.01.2019 um 19.30 Uhr mit YUNG Regisseur Henning Gronkowski
15.01.2019 um 17.00 Uhr




Parasite PosterPARASITE

Bong Joon-hos Horrorklassenkampfkomödie „Parasite“ hat nicht nur Cannes gewonnen und Koreas Kino auf die Weltbühne katapultiert. Sie denkt auch die Krise der Gegenwart konsequent an ihr böses Ende.
Ki-taek (Kang-ho Song) und seine Frau Chung-sook (Hyae Jin Chang) sind arbeitslos und können sich und ihre Familie gerade so mit dem Falten von Pizza-Kartons über Wasser halten. Am Rande der Gesellschaft lebend sind sie und ihre beiden Kinder Ki-woo (Woo-sik Choi) und Ki-jung (So-dam Park) immer auf der Suche nach frei zugänglichem WLAN und öffnen die Fenster weit, wenn die Straßenreinigung Ungezieferbekämpungsmittel sprüht, um gegen die Kakerlaken in ihrer Keller-Wohnung anzukommen.
Aus der Not heraus fälscht Teenager Ki-woo Zeugnisse und ergattert einen Job als Nachhilfelehrer bei der wohlhabenden Familie Park. Nach und Nach gelingt es ihm, auch seiner restlichen Familie Anstellungen bei den Parks zu vermitteln. Doch kann dies wirklich ein Weg aus der sozialen Benachteiligung sein?

Ticketkauf online:
17.02.2019 um 19.30 Uhr
19.02.2019  um 17.00 Uhr



Leuchtturm PosterDER LEUCHTTURM

Zwei Männer auf einer einsamen, winzigen Leuchtturm-Insel: Der erfahrene, abgebrühte Leuchtturmwärter Thomas, gespielt von William Dafoe, und der beflissene, neue Assistent auf Zeit, Ephraim, den Robert Pattinson darstellt. Wir sind am Ende des 19. Jahrhunderts, der junge Mann ist sehr technikbegeistert, darf aber nie auf die Spitze des Turms zu den Leuchtanlagen und wird mit niederen Arbeiten beschäftigt.
So kontrastreich die exzellenten Schwarz-Weiß-Bilder im quadratischen Format des Films sind, so scharf prallen hier auf engem Raum auch die Konflikte aufeinander: die unbändige Natur und der Machbarkeitsglaube der Zeit, die Intimität und zugleich extrem anwachsende Aggression zwischen den Männern, ihr völliger Verlust von Vertrauen und Kontrolle. Regisseur Robert Eggers, der schon mit "The Witch" bewiesen hat, dass er auf sehr überraschende Weise Angst und Schrecken verbreiten kann, hat mit "Der Leuchtturm" ein kleines Meisterwerk geschaffen, das mit ungeheurer Intensität immer beklemmender, verrückter und mystischer wird.


Ticketkauf online:
02.03.2019  um 19.30 Uhr
04.03.2019  um 17.00 Uhr




swimmingpool am golan PosterSwimmingpool am Golan

Die Lebenswege der jüdisch-deutschen Familie Zimmering, deren Mitglieder an der Gründung zweier Staaten, der DDR und Israels, entscheidend mitgewirkt haben. Lizzi entkam 1939 knapp dem Holocaust. In England begegnete sie dem FDJ-Mitbegründer Josef Zimmering und heiratete ihn. 1945 kehrten sie zurück nach Ostdeutschland, in die Sowjetische Besatzungszone, und bauten dort die DDR zusammen auf. Im Gegensatz zu Lizzi gelang ihrer Cousine Lore die Flucht nach Palästina. Dort heiratete sie den Zionisten Max Zimels, der als Gesandter für die Jewish Agency in Berlin noch Tausende von Juden nach Palästina retten konnte. Sie waren Mitbegründer Israels und lebten im Kibbuz Kfar Szold, nahe dem Golan. Die Filmemacherin Esther Zimmering begibt sich in Berlin und Israel auf die Suche nach den großen Ideen, denen ihre Vorfahren gefolgt sind, und stößt auf unterschwellige Konflikte und Geheimnisse. Sowohl auf israelischer als auch auf ostdeutscher Seite tauchen merkwürdige und politisch brisante Lücken in den Legenden der Familie auf, für die sich Esther immer intensiver interessiert.

Ticketkauf online:
06.04.2019  um 17.30 Uhr mit Regisseurin Esther Zimmering
08.04.2019  um 19.30 Uhr